Manchmal ist es, als redest du gegen eine Wand?
Dir fehlt der Satz, der die klare Grenze zieht?
Dir verschlagen rechte Provokationen die Sprache?

„Rechte Aussagen machen mich oft sprachlos.“ „Macht es Sinn, jetzt zu diskutieren – oder habe ich noch andere Handlungsoptionen?“ „Dann gingen mir die Argumente aus…“ „Darf ich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit ‚politisch’ argumentieren – oder muss ich es sogar?“

Wir alle sind mit neuen Herausforderungen im Umgang mit rechten Positionen konfrontiert – und manchmal verunsichert. GEGENARGUMENT soll dabei unterstützen, die eigene inhaltliche Position zu stärken sowie mehr Souveränität in der konkreten Situation zu vermitteln.

GEGENARGUMENT ist ein Seminarkonzept zum Umgang mit (extrem) rechten und rassistischen Positionen. Es verbindet die situative Ebene (Auftreten und Redeverhalten in konkreten Situationen) mit der Ebene der inhaltlichen Auseinandersetzung und einer Reflexion der eigenen Haltung. Durch eine Vielfalt von interaktiven, wissensvermittelnden und reflektierenden Methoden werden Teilnehmende in ihrer unmittelbaren Argumentationssicherheit und politischen Meinungsbildung unterstützt.

Nächste Termine

  • 02.09.10:00 – 17:00

    BERLIN: Moderation im Kontext rechter und rassistischer Positionen

    Ob bei der Vereinsversammlung, im Jugendhilfeausschuss, beim Vernetzungstreffen oder im Seminar – immer mehr stehen auch Moderator*innen und Prozessbegleiter*innen vor der Herausforderung, mit rechten Aussagen und Akteur*innen konfrontiert zu sein. Wie bewege ich mich im Spannungsfeld zwischen Neutralität meiner Moderationsrolle und der Sicherstellung einer demokratischen Gesprächskultur? Welche Werkzeuge und Methoden stehen mir zur Verfügung, um die Kontrolle über die Situation behalten? Mit diesen und weiteren Fragen möchten wir uns im folgenden Seminar auseinandersetzen.

    Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Aktive und freiberufliche Moderator*innen und Seminarleitungen, welche bereits erste Erfahrungen in der Moderation von Gruppenprozessen und offenen Veranstaltungsformaten gesammelt haben. Ziel ist der Aufbau von mehr Handlungssicherheit im Kontext der eigenen Rollenreflektion.

    Das Seminar wird von GEGENARGUMENT in Kooperation mit stuhlkreis_revolte – Kollektiv für emanzipatorische Bildungsarbeit und Prozessmoderation durchgeführt.

    Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Seminar wird organisiert durch das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung. Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Es wird um vorherige Anmeldung gebeten.

  • 09.09.10:00 – 17:00

    BERLIN: Argumentieren am Mittagstisch

    Rechte und rassistische Äußerungen begegnen uns nicht nur in Kommentarspalten oder auf der Straße, sondern vermehrt auch im persönlichen Nahfeld. Was tun, wenn die Oma am Kaffeetisch über “die Flüchtlinge” wettert, oder Diskussionen mit Freund*innen von rassistischen Debatten geprägt sind? Das nachfolgende Seminar bietet die Möglichkeit, sich mit rechten und rassistischen Argumentationen auseinander zu setzen und diesen gezielt eigene Gesprächsstrategien entgegen zu stellen. Hierbei liegt der Schwerpunkt vor allem auf den Vorüberlegungen in Situationen: Möchte ich diskutieren, beispielsweise um eine Beziehung aufrecht zu erhalten? Möchte ich mich positionieren, aber nicht auf eine Diskussion einlassen? Oder möchte ich etwas anderes tun? Und welche Möglichkeiten habe ich in Diskussionen, damit ich mich nicht sprachlos fühle?

    Diesen und weiteren Fragen möchten wir uns in einem Tagesseminar und einer anschließenden vierstündigen Vertiefung am Freitag, den 28.9., widmen. Hierbei sollen die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer*innen aufgegriffen und anhand dieser situativ in interaktiven Übungen das eigene Verhalten reflektiert werden.

     

    Das  anderthalbtägige Seminar ist kostenlos und wird organisiert durch das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung. Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Um vorherige Anmeldung für beide Termine wird gebeten.