Antimuslimischer Rassismus ist eine Herausforderung für zivilgesellschaftlich Engagierte. Denn nicht nur für die Parole „Sarrazin statt Muezzin“ gilt, dass vieles, was (extrem) rechte Kräfte äußern, auf fruchtbaren Boden in der ‚Mitte der Gesellschaft’ fällt. Antimuslimische Ressentiments sind in der mehrheitsdeutschen Bevölkerung weit verbreitet. Sie werden aus unterschiedlichen Bezügen gespeist: Kopftuchstreit, Frauen- und Männerbilder, Aggression und Gewalt männlicher Jugendlicher, islamistischer Terrorismus und andere mehr. Die gesellschaftlichen Debatten und medial vermittelten Bilder sind stark emotionalisiert und mit Pauschalisierungen verknüpft.

Das Argumentationsseminar bietet die Möglichkeit, sich über Hintergründe, Facetten und Entstehungsweisen des antimuslimischen Rassismus zu informieren, mögliche Gegenargumente zu erarbeiten und praktisch zu erproben.

In Kombination mit dem Modul zu Argumentationstechniken und Gesprächsstrategien werden im Seminar islamfeindliche und rassistische Parolen und dahinterliegende Zuschreibungen auf ihre Hintergründe und Funktionsweise hin analysiert. Zur Arbeit mit Zitaten verschiedener gesellschaftlicher Akteure gehört auch ein Perspektivwechsel, der muslimische und migrantisch geprägte Positionen sichtbarer machen soll.